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AIDS-Hilfe aktiv

01.01. /

Schulprävention

01.01. / AH LD

Schulprävention
HIV- / Aids-Prävention für die 7. Klasse der Realschule Plus in Wörth - Einheit 2

27.09.2017 / AH LD

Jugend berät Jugend
Das Projekt "Jugend berät Jugend" der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau e.V. (JubeJu)...

01.10.2017 /

Brunch in der AIDS-Hilfe
Jeden ersten Sonntag im Monat von 10:00-13:00 Uhr veranstaltet das Ehrenamtlerteam der AIDS-Hilfe...

01.10.2017 / AH LD

Sonntagscafé
An jedem ersten, dritten und fünften Sonntag im Monat ist das Café Regenbogen der AIDS-, Drogen und...

04.10.2017 / AH LD

Jugend berät Jugend
Das Projekt "Jugend berät Jugend" der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau e.V. (JubeJu)...

11.10.2017 / AH LD

Jugend berät Jugend
Das Projekt "Jugend berät Jugend" der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau e.V. (JubeJu)...

15.10.2017 / AH LD

Sonntagscafé
An jedem ersten, dritten und fünften Sonntag im Monat ist das Café Regenbogen der AIDS-, Drogen und...

18.10.2017 / AH LD

Jugend berät Jugend
Das Projekt "Jugend berät Jugend" der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau e.V. (JubeJu)...

25.10.2017 / AH LD

Jugend berät Jugend
Das Projekt "Jugend berät Jugend" der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau e.V. (JubeJu)...

Was bei drohender HIV-Ansteckung zu tun ist

Unmittelbar nach einer wahrscheinlichen HIV-Infektion kann eine in der Regel vierwöchige, vorbeugende Einnahme von Anti-HIV-Medikamenten eine chronische HIV-Infektion unter Umständen doch noch verhindern.

Falls alle Vorsicht nichts genutzt hat und es bei einem Risikokontakt (zum Beispiel geplatztes Kondom bei HIV-positivem Sexualpartner oder Nadelstichverletzung bei der Behandlung eines HIV-Patienten) Grund zum Anlass einer möglichen HIV-Übertragung gibt, kann als absolute Notfallmaßnahme die Post-Expositions-Prophylaxe (PEP) das „Einnisten“ von HIV im eigenen Körper möglicherweise doch noch verhindern.

Klicken Sie bitte auf die jeweilige Überschrift, um sich den Text anzeigen zu lassen.

Was ist die PEP?

Was ist die PEP?

Für die Dauer von in der Regel vier Wochen nimmt man verschiedene Medikamente (in Dreifach- oder Vierfach-Kombination) ein, um eine chronische (dauerhafte) Infektion mit HIV unter Umständen doch noch zu verhindern. Die Medikamente können (zum Teil auch schwere) Nebenwirkungen haben.

Zwar sind die Chancen der PEP generell nicht schlecht, mit 100%iger Sicherheit verhindern kann sie eine chronische HIV-Infektion aber nicht.

Wann ist die PEP sinnvoll?

Wann ist die PEP sinnvoll?

(stark vereinfachte Darstellung)

Empfehlungen zur PEP

Fall 1: mögliche HIV-Infektionsgefahr im Beruf (z.B. Pflege- und medizinische Berufe

bei durchgängiger Haut-Verletzung mit Injektionsnadel oder anderer Hohlraumnadel

PEP empfehlenswert

bei oberflächlicher Hautverletzung (nicht durch die Haut hindurch; z. B. nicht mehr gänzlich offene Wunden)

PEP kann angeboten werden

bei oberflächlicher Hautverletzung mit einem AIDS-Patienten oder einer HIV- infizierten Person mit hoher Viruskonzentration

PEP empfehlenswert

bei erfolgtem Kontakt mit Schleimhaut oder verletzter/geschädigter Haut mit Flüssigkeiten mit hoher HI-Viruskonzentration

PEP kann angeboten werden

bei hautdurchgängigem Kontakt mit anderen Körperflüssigkeiten als Blut (z. B. Urin, Speichel)

PEP nicht empfehlenswert

bei Kontakt zwischen gesunder Haut mit Blut (auch bei hoher Viruskonzentration)

PEP nicht empfehlenswert

bei Haut- oder Schleimhautkontakt mit Körperflüssigkeiten wie Urin oder Speichel

PEP nicht empfehlenswert

Fall 2: mögliche Infektionsgefahr nach sexuellem oder anderen Kontakt

ungeschützter vaginaler oder analer Geschlechtsverkehr

PEP empfehlenswert

ungeschützter oraler Geschlechtsverkehr mit Aufnahme von Sperma

PEP kann angeboten werden

Küssen und andere Sexualpraktiken (auch SM) ohne Sperma- und Blutkontakte

PEP nicht empfehlenswert

Gebrauch von HIV-kontaminiertem Injektionsbesteck

PEP empfehlenswert

Verletzung an herumliegenden Spritzenbesteck

PEP nicht empfehlenswert

 

 

Wann muss die PEP begonnen werden?

Wann muss die PEP begonnen werden?

Idealerweise wird eine PEP innerhalb von zwei Stunden, möglichst aber innerhalb von 24 Stunden und keinesfalls später als 72 Stunden nach der Risikosituation (z. B. geplatztes Kondom, Nadelstichverletzung) begonnen. Einige Kliniken halten den Beginn einer PEP aber schon nach 48 Stunden für nicht mehr sinnvoll.

Wer kann die PEP in Anspruch nehmen?

Wer kann die PEP in Anspruch nehmen?

Eine PEP ist möglich, wenn ungeschützter Risikokontakt (z. B. geplatztes Kondom) mit einem HIV-infizierten Sexualpartner oder ein berufliches HIV-Expositionsrisiko bestand und somit eine eigene Infektionsgefahr wahrscheinlich ist.

Wer entscheidet über die PEP?

Wer entscheidet über die PEP?

Der jeweils behandelnde Arzt (nachts und am Wochenende: der jeweils behandelnde Arzt in der Notfallaufnahme einer Klinik) entscheidet über das Vorliegen eines relevanten Risikos und somit die Durchführung einer PEP.

An welches Krankenhaus wende ich mich?

An welches Krankenhaus wende ich mich?

Nicht alle Kliniken führen eine PEP durch. Rufen Sie daher zuerst beim nächstgelegenen Krankenhaus an, lassen Sie sich mit der Notaufnahme verbinden und fragen Sie nach, ob dort eine "Postexpositionsprophylaxe gegen HIV" durchgeführt werden kann.

Wenn dies nicht der Fall ist, wenden Sie sich an eine der nachfolgend aufgeführten Kliniken in Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz oder Trier. Fahren Sie direkt zur Notaufnahme und wenden Sie sich an den diensthabenden Internisten. Die Notaufnahmen haben eine 24-Std.-Bereitschaft; Sie können also jederzeit dort hin.

Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern
Notaufnahme
Hellmut-Hartert-Straße 1
67655 Kaiserslautern
Tel. Notaufnahme: 0631 / 203-1240
Homepage: http://www.westpfalz-klinikum.de/

Gemeinschaftsklinikum Kemperhof Koblenz
Notaufnahme
Koblenzer Straße 115
56073 Koblenz
Tel. Notaufnahme: 0261 / 499-2271
Homepage: http://www.gemeinschaftsklinikum.de/

Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein
Notaufnahme
Bremserstraße 79
67063 Ludwigshafen
Tel. Zentrale: 0621 / 0621 / 503-0 (mit Notaufnahme verbinden lassen)
Homepage: http://www.klilu.de/

Universitätsklinik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Notaufnahme
Langenbeckstraße 1
55131 Mainz
Tel. Notaufnahme/Arzttelefon: Arzt-Telefon:   06131 / 17-2283
Tel. Zentrale: 06131 / 17-2555 (mit Notaufnahme verbinden lassen)
Homepage: http://www.unimedizin-mainz.de

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier
Notaufnahme
Innere Medizin I
Nordallee 2
54292 Trier
Tel. Notaufnahme: 0651 /208-2260
Homepage: http://www.bk-trier.de/

 

Wie kann ich den Erfolg der PEP steigern?

Wie kann ich den Erfolg der PEP steigern?

Wenn die Therapiegeschichte und die Medikamenten-Kombination des HIV-positiven Partners bzw. des Patienten bekannt ist, lassen sich PEP-Medikamente gezielter kombinieren und einsetzen.

Welche Sofortmaßnahmen sind neben der PEP möglich?

Welche Sofortmaßnahmen sind neben der PEP möglich?

Als Sofortmaßnahme ist bei sexueller HIV-Übertragungsgefahr der Penis unter fließendem Wasser mit Seife abzuwaschen (inklusive der Innenseite der Vorhaut). Wenn möglich, urinieren. In den Mund aufgenommenes Sperma umgehend ausspucken, die Mundhöhle mit hochprozentigem Alkohol spülen und ebenfalls anschließend ausspucken. Von einer Scheiden- und Darmspülung wird wegen des möglichen Verletzungsrisikos abgeraten! Das Virus könnte dann erst recht in den Körper gelangen!

Als Sofortmaßnahme bei medizinisch-pflegerischer HIV-Übertragungsgefahr: Bei einer Schnitt- oder Nadelstichverletzung den Blutfluss fördern durch einen mindestens einminütigen Druck auf das umliegende Gewebe (aber nicht direkt auf die Verletzung). Bei Kontamination von geschädigter Haut oder von Schleimhaut (Auge, Mundhöhle) intensive Spülung mit geeignetem Antiseptikum (wenn nicht vorhanden: Wasser) bzw. Anlegen eines antiseptischen Wirkstoffdepots.

Wer übernimmt die Kosten der PEP?

Wer übernimmt die Kosten der PEP?

Falls tatsächlich ein relevantes HIV-Übertragungsrisiko vorgelegen hat, müssen die Krankenkassen die Kosten der PEP (etwa 800 bis 1.500 Euro) übernehmen.

Wichtig: Die PEP ist keine „Pille danach“, sondern eine Behandlungsmöglichkeit für Ausnahmesituationen. Sie bietet trotz aller Chancen keine Garantie dafür, dass die HIV-Infektion nicht chronisch wird.

 

Zu beachten bei einer beruflich bedingten, möglichen Infektionsgefahr und in Anspruch genommene PEP: 

  • Bei Nadelstichverletzungen ist ein Ausbluten der Wunde anzustreben. 
  • Desinfektion der Wunde mit PVP-Jod oder alkoholischen Präparaten. 
  • Kontaminierte Schleimhäute mit Schleimhautantiseptikum (Augen mit geeigneter Pufferlösung) waschen bzw. spülen. 
  • Meldung an Unfallversicherung bzw. Berufsgenossenschaft! 
  • Eine Klärung der HIV-Serologie des Patienten bzw. des HIV-Krankheitsstadiums (Viruslast) und durchgeführte antiretrovirale Therapien des Patienten sind auch aus rechtlichen Gründen zu empfehlen. Denn: Fällt ein sofort nach der jeweiligen Risikosituation durchgeführter HIV-Test negativ aus, zwölf Wochen später aber positiv, kann belegt werden, dass vor der fraglichen Situation keine Infektion vorlag. 
  • Gleichzeitig sollte die Hepatitisdiagnostik durchgeführt werden. 
  • Nach dem derzeitigen Wissensstand ist möglichst die sofortige Einleitung einer antiretroviralen Postexpositionsprophylaxe (PEP) zu beginnen.