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AIDS-Hilfe aktiv

27.09.2017 / AH LD

Jugend berät Jugend
Das Projekt "Jugend berät Jugend" der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau e.V. (JubeJu)...

01.10.2017 /

Brunch in der AIDS-Hilfe
Jeden ersten Sonntag im Monat von 10:00-13:00 Uhr veranstaltet das Ehrenamtlerteam der AIDS-Hilfe...

01.10.2017 / AH LD

Sonntagscafé
An jedem ersten, dritten und fünften Sonntag im Monat ist das Café Regenbogen der AIDS-, Drogen und...

04.10.2017 / AH LD

Jugend berät Jugend
Das Projekt "Jugend berät Jugend" der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau e.V. (JubeJu)...

11.10.2017 / AH LD

Jugend berät Jugend
Das Projekt "Jugend berät Jugend" der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau e.V. (JubeJu)...

15.10.2017 / AH LD

Sonntagscafé
An jedem ersten, dritten und fünften Sonntag im Monat ist das Café Regenbogen der AIDS-, Drogen und...

18.10.2017 / AH LD

Jugend berät Jugend
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25.10.2017 / AH LD

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29.10.2017 / AH LD

Sonntagscafé
An jedem ersten, dritten und fünften Sonntag im Monat ist das Café Regenbogen der AIDS-, Drogen und...

01.11.2017 / AH LD

Jugend berät Jugend
Das Projekt "Jugend berät Jugend" der AIDS-, Drogen- und Jugendhilfe Landau e.V. (JubeJu)...

Was nach dem Kontakt mit HIV-haltigen Körperflüssigkeiten zu tun ist

Im Notfall, das heißt, wenn Sie in Kontakt mit HIV-haltigen Körperflüssigkeiten gekommen sind, ist es wichtig, schnell und entschlossen zu handeln. Aber: Nicht jeder Kontakt bedeutet gleich eine Ansteckung.

Wenn Sie sich mit einer Spritze gestochen haben, in der sich das Blut einer HIV-infizierten Person befand, oder Ihnen HIV-infiziertes Blut in offene Wunden, Augen oder Mund gelangt ist oder wenn das Kondom beim Sex mit einem infizierten Partner gerissen ist, könnten Sie sich infiziert haben. Wir haben Ihnen Informationen und Handlungsanweisungen zu möglichen Risikosituationen zusammengestellt.

Klicken Sie bitte auf die jeweilige Überschrift, um sich den Text anzeigen zu lassen.

HIV-Kontakt über intakte (gesunde) Haut

HIV-Kontakt über intakte (gesunde) Haut

Grundsätzlich gilt: Das HI-Virus ist nur übertragbar, wenn infiziertes Blut, Sperma oder Scheidenflüssigkeit über eine offen Wunde oder verletzte bzw. entzündete Schleimhaut in Ihre Blutbahn gelangen.

Das heißt also: Wenn über Ihre intakte (gesunde) Haut mit HIV-haltigen Körperflüssigkeiten in Berührung kommen sollten, besteht noch kein Grund zur Panik, denn hier liegt kein HIV-Infektionsrisiko vor.

Um absolut sicher zu gehen, ist eine Desinfektion mit handelsüblichem Desinfektionsmittel oder -Tüchern möglich. Grundsätzlich kann das HI-Virus jedoch beim Kontakt mit Luftsauerstoff nicht lange überleben.

HIV-Kontakt über offene Wunden

HIV-Kontakt über offene Wunden

Hier besteht ein grundsätzliches Risiko einer Übertragung.

Spülen Sie die infektiöse Körperflüssigkeit unter fließendem Wasser gründlich ab. Achten Sie aber darauf, dabei die infektiöse Flüssigkeit nicht noch tiefer in Ihre Wunde bzw. Schleimhaut hineinzureiben. Danach, falls verfügbar, die betreffende Hautpartie großzügig – also auch daneben, darüber und ggf. darunter – mit einem mit Hautantiseptikum reinigen und mindestens 60 Sekunden einwirken lassen. Die zu verwendenden Antiseptika sollten mindestens eine „begrenzt viruzide“ Wirksamkeit aufweisen bzw. eine nachgewiesene Wirksamkeit gegen HIV. Danach abspülen. Fixieren Sie, wenn möglich, nach der Spülung einen mit Antiseptikum satt getränkten Tupfer im Verletzungsbereich für etwa 10 Minuten, tränken sie ihn zwischenzeitlich.

Wann ist eine Wunde eine offene Wunde? 

Offene Wunden bluten akut. Sobald sich die Wunde durch Blutgerinnung so weit geschlossen hat, dass sie nicht mehr blutet, ist sie keine offene Wunde mehr und somit eher nicht mehr als Eintrittspforte für HIV geeignet. Auch aufgekratzte Pickel, rissige Haut, Verletzungen an den Fingernägeln etc. sind eher unproblematisch.

HIV-Kontakt über Schleimhäute

HIV-Kontakt über Schleimhäute

Völlig intakte Schleimhäute stellen eine ausreichende Barriere gegenüber HIV dar. Das Problem ist nur, dass selbst kleinste Risse eine Eintrittspforte für HIV darstellen können - selbst dann, wenn man sie gar nicht spürt. Insofern sollte man besser grundsätzlich vermeiden, HIV-haltige Körperflüssigkeiten mit Schleimhäuten in Kontakt kommen zu lassen.

HIV-Kontakt über verletzte oder entzündete Schleimhaut (auch etwa bei Herpes, Zahnfleischentzündungen etc.)

Hier besteht ein grundsätzliches Risiko einer Übertragung.

Spülen Sie die infektiöse Körperflüssigkeit unter fließendem Wasser gründlich ab. Achten Sie aber darauf, dabei die infektiöse Flüssigkeit nicht noch tiefer in Ihre Wunde bzw. Schleimhaut hineinzureiben. Danach, falls verfügbar, die betreffende Hautpartie großzügig – also auch daneben, darüber und ggf. darunter – mit einem mit Hautantiseptikum reinigen und mindestens 60 Sekunden einwirken lassen. Die zu verwendenden Antiseptika sollten mindestens eine „begrenzt viruzide“ Wirksamkeit aufweisen bzw. eine nachgewiesene Wirksamkeit gegen HIV. Danach abspülen. Fixieren Sie, wenn möglich, nach der Spülung einen mit Antiseptikum satt getränkten Tupfer im Verletzungsbereich für etwa 10 Minuten, tränken sie ihn zwischenzeitlich.

Kontakt mit dem Auge

Das Auge unverzüglich ausspülen und desinfizieren. Am Besten geeignet ist eine PVP-Jodlösung (2,5%ig), alternativ kann auch mit Ringerlösung (wässrige Infusionslösung) oder mit Kochsalzlösung gearbeitet werden. Ist dies nicht möglich, sollte das Auge wenigstens unverzüglich mit reichlich Wasser ausgespült werden.

Kontakt mit dem Mund

Schnell und vollständig (ggf. mehrmals) den Mund ausspucken. Danach mehrfaches Spülen (ca. 4-5 mal) der Mundhöhle mit Wasser. Jede Portion ist nach etwa 15 Sekunden intensiven Hin- und Herbewegens in der Mundhöhle auszuspucken. Nicht schlucken! Abschließend mit hochprozentigem Alkohol (wenn möglich 80% Vol.) wiederholen. Auch hier nicht schlucken!

Nadelstichverletzung

Nadelstichverletzung

Fördern Sie den Blutfluss aus dem Stichkanal/der Wunde durch Druck auf das umliegende Gewebe. Drücken Sie länger als eine Minute.

Achtung: Quetschen und Ausdrücken direkt im Einstichbereich vermeiden, um keine Erregerverschleppung in tiefere Hautschichten zu fördern.

Danach, falls verfügbar, die betreffende Hautpartie großzügig – also auch daneben, darüber und darunter – am besten mit einem mit Hautantiseptikum satt getränkten Tupfer nochmals reinigen und mindestens 60 Sekunden einwirken lassen. Die zu verwendenden Antiseptika sollten mindestens eine „begrenzt viruzide“ Wirksamkeit aufweisen bzw. eine nachgewiesene Wirksamkeit gegen HIV. Danach abspülen. Fixieren Sie nach der Spülung einen mit Antiseptikum satt getränkten Tupfer im Verletzungsbereich für etwa 10 Minuten, tränken sie ihn zwischenzeitlich.

Kondom-"Unfall"

Kondom-"Unfall"

Als Sofortmaßnahme ist bei sexueller HIV-Übertragungsgefahr der Penis unter fließendem Wasser mit Seife abzuwaschen (inklusive der Innenseite der Vorhaut). Wenn möglich, urinieren. Von einer Scheiden- und Darmspülung wird wegen des möglichen Verletzungsrisikos abgeraten! Das Virus könnte dann erst recht in den Körper gelangen!

Trotz Sofort-Maßnahmen kann eine Übertragung von HIV nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden; man erhofft sich jedoch eine Reduktion des Infektionsrisikos. Wenn nach Risikosituationen (ungeschützter Sex, Oralverkehr mit Samenerguss im Mund oder während der Periode) fest steht oder sehr wahrscheinlich ist, dass eine der beteiligten Personen HIV-positiv ist, ist möglicherweise auch eine medikamentöse Notfalltherapie (Postexpositionsprophylaxe, PEP) sinnvoll.